Startup in Brasilien.

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Startup in Brasilien in wenigen Schritten.

Wie gründet man in Brasilien ein Unternehmen?

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Wir haben unsere langjährige Erfahrung für Sie in wenigen Schritten übersichtlich zusammengefasst. Kontaktieren Sie uns – so können wir Sie bei Ihrem Vorhaben in Brasilien beraten und begleiten.

1. Geschäftsfeld und Unternehmenstätigkeit länderspezifisch definieren.

Stimmen Sie Ihr Geschäftsmodell zusammen mit Integrance auf Ihre Langzeitstrategie ab, damit Sie die richtige Entscheidung für die Wahl der Rechtsform für Ihr Unternehmen treffen.

2. Geschäftsfeld und Unternehmenstätigkeit genau zu präzisieren?

Die korrekte Bestimmung der wirtschaftlichen Tätigkeit ist entscheidend für eine Filiale in Brasilien, da sich daraus diverse steuerliche Kriterien ableiten. Integrance begleitet sie gezielt dabei.

3. Rechts- bzw. Gesellschaftsform festlegen.

Die Einteilung der verschiedenen Rechts- bzw. Gesellschaftsformen der Unternehmen richtet sich in erster Linie danach, ob der Unternehmer allein oder zusammen mit anderen Gesellschaftern agiert.

4. Besteuerungsgrundlage zweckmäßig klären.

Bei der Wahl der zweckmäßigsten Besteuerungsgrundlage für Ihre Filiale sollten Sie vorzugsweise einen Steuerberater hinzuziehen.

5. Unterstützung von Integrance einholen.

Geben Sie bitte nachstehend Ihre Daten an, um Kontakt mit einem unserer Experten aufzunehmen. Integrance ist spezialisiert auf die Gründung von Unternehmen und Filialen internationaler Konzerne in Brasilien.

Fragen zum Thema Startup und Firmengründung in Brasilien:

Um diese Frage zu beantworten, ist es entscheidend, dass der Investor für seine brasilianische Filiale bereits ein Geschäftsmodell definiert hat.

Für ein Dienstleistungsunternehmen sind die Gründungsanforderungen im Vergleich zu Handels- oder produzierenden Unternehmen in der Regel niedriger, wodurch die Gründung auch schneller durchgeführt werden kann.

Für ein Handelsunternehmen ist es am wichtigsten, dass es über Räumlichkeiten verfügt, die die Einfuhr und den Wiederverkauf der Waren erlauben. Darüber hinaus können je nach Warenart besondere Betriebsgenehmigungen erforderlich sein.

Ebenso sind für produzierende Unternehmen Räumlichkeiten, in denen die Herstellung bzw. Verarbeitung von Produkten erlaubt ist, und besondere Betriebsgenehmigungen erforderlich.

Die beabsichtigten Tätigkeiten müssen den Kennungen der CNAE-Tabelle (Nationale Klassifizierung wirtschaftlicher Tätigkeit) entsprechen.

Die korrekte Bestimmung der wirtschaftlichen Tätigkeit ist entscheidend für eine Filiale in Brasilien, da sich daraus diverse steuerlichen Festsetzungen ableiten.

Die zutreffende Klassifizierung kann der Webseite der brasilianischen Statistikbehörde IBGE entnommen werden: https://cnae.ibge.gov.br/?option=com_cnae&view=estrutura&Itemid=6160&chave=&tipo=cnae&versao_classe=3.0.1&versao_subclasse=4.1.1

Die Einteilung der verschiedenen Rechts- bzw. Gesellschaftsformen der Unternehmen richtet sich in erster Linie danach, ob der Unternehmer allein oder zusammen mit anderen Gesellschaftern agiert.

1. MEI 

Der MEI (Microempreendedor Individual, Einzelkleinstunternehmer) ist die ideale Unternehmensform für Selbstständige, die eine CNPJ-Nummer im Cadastro Nacional da Pessoa Jurídica (Nationales Register juristischer Personen) benötigen, um Rechnungen für ihre Produkte oder Dienstleistungen ausstellen zu können. Häufig ist dies die geeignetste Rechtsform, da die Gründung eines solchen Unternehmens einfach, schnell und unbürokratisch erfolgt. Auf der anderen Seite hat der MEI diverse Nachteile: Er darf nur einen Beschäftigten haben, jährlich nicht mehr als 81.000 BRL umsetzen und nicht Gesellschafter bei anderen Unternehmen sein.

Dagegen hat der MEI, sofern seine Tätigkeit in dieser Rechtsform erlaubt ist, vor allem steuerliche Vorteile, da die Abgaben sehr niedrig sind und monatlich mit jeweils einer einzigen Zahlung abgegolten werden.

2. EIRELI

Die EIRELI (Empresa Individual de Responsabilidade Limitada, Einzelunternehmen mit beschränkter Haftung) ist eine relativ neue Rechtsform in Brasilien. Bei ihr gibt es keine Verpflichtung zu mehreren Gesellschaftern, sodass ein einzelner Unternehmer allein verantwortlich agieren und sämtliche Entscheidungen allein treffen kann.

Demgegenüber steht die Notwendigkeit, ein relativ hohes Gesellschaftskapital aufzuwenden (mindestens hundert offizielle Mindestlöhne). Dieser Punkt wiegt ziemlich schwer, befreit den Unternehmer aber von der Haftung mit seinem Privatvermögen.

3. EI

Wie die EIRELI bedarf auch die EI (Empresa Individual, Einzelunternehmen) keiner Gesellschafter. Wer sich für diese Rechtsform entscheidet, ist somit kein Gesellschafter, sondern Alleininhaber. Daher trägt das Unternehmen den Namen des Inhabers, der jedoch in der inoffiziellen Außenkommunikation um eine Geschäftsbezeichnung in Form eines Fantasienamens erweitert werden kann.

Bei dieser Rechtsform wird das Privatvermögen nicht vom Betriebsvermögen getrennt, wodurch der Einzelunternehmer persönlich für Unternehmensverbindlichkeiten haftet.

4. LTDA

Die LTDA (Sociedade Empresária Limitada, Gesellschaft mit beschränkter Haftung) ist die am häufigsten anzutreffende Rechtsform und wird von den meisten ausländischen Unternehmern gewählt.

Dies hat drei Gründe: Erstens können über einen Gesellschaftsvertrag weitere Gesellschafter eingebunden werden, zweitens ist die Haftung jedes Gesellschafters auf seine jeweilige Einlage beschränkt, d. h., das Privatvermögen der Gesellschafter kann nicht zum Ausgleich von Verbindlichkeiten des Unternehmens herangezogen werden.

Der dritte Grund für die Beliebtheit der Gesellschaft mit beschränkter Haftung ist, dass die Gesellschafter über den Gesellschaftsvertrag die Entscheidungsbefugnisse und Verantwortlichkeiten sowie Unternehmensanteile der einzelnen Gesellschafter regeln sowie den Austritt bisheriger und den Eintritt neuer Gesellschafter beschließen können.

5. Sociedade Simples

Die Sociedade Simples (wörtlich und in der Schweiz: einfache Gesellschaft, in Deutschland: Gesellschaft bürgerlichen Rechts) eignet sich besonders für Ärzte, Zahnärzte, Rechtsanwälte, Architekten, Steuerberater usw., da es sich dabei um ein Dienstleistungsunternehmen mit mindestens zwei Gesellschaftern desselben Berufs und mit demselben Unternehmenszweck handelt.

Innerhalb der Sociedade Simples gibt es zwei Ausprägungen: die sogenannte Sociedade Simples Pura (reine einfache Gesellschaft) und die sogenannte Sociedade Simples Limitada (einfache Gesellschaft mit beschränkter Haftung).

Die Sociedade Simples Pura kennt wie die EI (Einzelunternehmen) keine Trennung zwischen dem Privatvermögen der Gesellschafter und dem Vermögen des Unternehmens.

Bei der Sociedade Simples Limitada hingegen gilt diese Trennung, sodass die Gesellschafter wie bei der LTDA (Gesellschaft mit beschränkter Haftung) nur mit ihrer jeweiligen Einlage, aber nicht mit ihrem Privatvermögen haften.

6. S.A.

Die S.A. (Sociedade Anônima, Aktiengesellschaft) unterscheidet sich von den übrigen Rechtsformen dadurch, dass die Gesellschafter keine Einlagen halten, sondern Aktien, in die das Unternehmenskapital aufgeteilt ist, wodurch die Gesellschafter zu Aktionären werden.

Aufgrund dieses Merkmals können die Aktionäre nach Belieben Aktien kaufen und verkaufen, was man besonders bei Großkonzernen beobachtet.

Darüber hinaus sind die S.A.s in zwei Arten aufgeteilt: in die öffentlichen und nichtöffentlichen Gesellschaften.

Bei den öffentlichen Aktiengesellschaften werden die Aktien an der Börse, bei den nichtöffentlichen Aktiengesellschaften nur unter den Gesellschaftern gehandelt.

7. SLU

Die SLU (Sociedade Limitada Unipessoal, Einpersonengesellschaft) weist diverse Merkmale der LTDA auf; so bedarf sie keiner hohen Einlage wie beispielsweise die EIRELI und garantiert das Privatvermögens des Gesellschafters, hat jedoch auf der anderen Seite lediglich eine Person als Alleingesellschafter.

Das heißt, die SLU vereint die Vorteile der Rechtsformen LTDA und EIRELI und eignet sich daher für allein operierende Unternehmer.

 

Bei der Wahl der zweckmäßigsten Besteuerungsgrundlage für Ihre Filiale sollten Sie vorzugsweise einen Steuerberater hinzuziehen.

Die Wichtigkeit der Orientierung durch einen Steuerberater liegt darin, dass die Besteuerungsgrundlage einen entscheidenden Einfluss auf die vom Unternehmen zu entrichtenden Steuern ausübt. Bei Wahl einer unvorteilhaften Besteuerungsgrundlage kann es dazu kommen, dass Sie Steuern entrichten müssen, die bei der Wahl einer vorteilhafteren Besteuerungsgrundlage nicht anfallen würden.

Parallel zu den aufgezeigten Rechtsformen von Unternehmen gibt es drei Besteuerungsgrundlagen, zwischen denen Sie wählen können:

1. Simples Nacional

Das Simples Nacional ist die am häufigsten praktizierte Besteuerungsgrundlage für kleine Unternehmen. Sie ist unbürokratisch, da die monatliche Steuerlast mit jeweils einer einzigen Zahlung abgegolten wird, zu der der sogenannte DAS (Documento de Arrecadação do Simples Nacional, Simples-Nacional-Steuerzahlschein) verwendet wird.

Die Rechtsformen, für die die Besteuerungsgrundlage Simples Nacional angewendet werden kann, sind MEI und EI. Dabei wird bei den EIs zwischen MEs (Microempresas, Kleinstunternehmen mit bis zu 360.000 BRL Jahresumsatz) und EPPs (Empresas de Pequeno Porte, Kleinunternehmen zwischen 360.000 und 4,8 Mio. BRL Jahresumsatz) unterschieden. Auf Unternehmen, deren Jahresumsatz 4,8 Mio. BRL überschreitet, wird automatisch die Besteuerungsgrundlage des erwarteten Gewinns angewandt.

Je nach Rechtsform, Größe und Jahresumsatz umfasst die Steuerlast im Simples Nacional die folgenden Einzelabgaben:

  • PIS (Programm zur sozialen Integration);

  • COFINS (Beitrag zur Finanzierung der Sozialversicherung);

  • IPI (Industrieproduktsteuer);

  • ICMS (Umsatzsteuer);

  • CSLL (Sozialversicherungsabgabe auf den Nettogewinn);

  • ISS (Dienstleistungssteuer);

  • IRPJ (Körperschaftssteuer);

  • INSS (Arbeitgebersozialversicherungsbeiträge zum Nationalen Sozialversicherungsinstitut, freiwillig).

2. Besteuerungsgrundlage des erwarteten Gewinns

Wie der Name bereits andeutet, zieht diese Besteuerungsgrundlage den erwarteten Gewinn zur Berechnung der zu entrichtenden Steuern heran. Diese Besteuerungsgrundlage ist zwingend für alle Unternehmen, deren Jahresumsatz zwischen 4,8 und 78 Mio. BRL liegt, und freiwillig für Unternehmen mit Jahresumsatz unter 4,8 Mio. BRL.

Bei den Unternehmen, die dieser Besteuerungsgrundlage unterliegen, setzt das Finanzamt nach Maßgabe des Gewinns die Steuern – u. a. IRPJ (Körperschaftssteuer) und CSLL (Sozialversicherungsabgabe auf den Nettogewinn) fest.

3. Besteuerungsgrundlage des tatsächlichen Gewinns

Für alle Unternehmen, deren Jahresumsatz 78 Mio. BRL übersteigt, gilt die Besteuerungsgrundlage des tatsächlichen Gewinns. Als Gewinn gilt hier der Nettogewinn.

Darüber hinaus unterliegen aufgrund bestimmter wirtschaftlicher Tätigkeiten auch die folgenden Unternehmen der Besteuerungsgrundlage des tatsächlichen Gewinns:

  • Unternehmen, die von Steuerpflichten befreit sind;

  • Unternehmen, die ihr Kapital aus dem Ausland beziehen; sowie

  • alle Unternehmen des Finanz- und Agrarsektors.

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